Archiv für September 2008

There is no 9/11 conspiracy, you morons

Aus aktuellem Anlass eine sehenswerte Dokumentation der britischen BBC, die sich kritisch mit den wirren unerträglichen Verschwörungstheorien rund um die Terroranschläge vom 11. September 2001 in New York beschäftigt.


The Conspiracy Files 911

[In diesem Zusammenhang sei auch noch auf eine Veranstaltung der Göttinger „Ums Ganze“-Gruppen hingewiesen:

Di. 16.09.: “From 1911 to 9/11″. Geschichte und Gegenwart des Islamismus – im Göttinger DGB-Haus

The great 05 depression

1:1 gegen Breitenberg – Es war ein Grottenkick, der sich da im Eichsfeld vor versammelter Dorfkulisse abspielte, und es herrschte eine Grabes-Stimmung auf 05er-Seite, die sich treffender weise nur als unterirdisch beschreiben lässt. Da hätte es der Ermahnung des Breitenberg-Block… äh… Platzwarts („Jetzt ruft mal nicht so laut rum hier!“ *Knüppelfuchtel*) zwar gar nicht erst bedurft – es gab sie trotzdem gratis obendrauf.

Ohrwurm

Na toll, da ist man auch mal über’s Wochenende in Hamburg – und was bringt man sich von St. Pauli mit?! Nen Ohrwurm:
Riccoraw - Bullenwagen klaun

[Besonders schön, wenn gesungen von der ganzen Kurve]

In jedem Hool steckt ein kleines Kind

Vielleicht hätte die Trenitalia am Hauptbahnhof in Neapel auch einfach mal eine Platte von Bob Marley auflegen sollen…

Ajax Hooligans @ Ninian park in Cardiff 2008

Ultr‘asozial

Die Napoletaner arbeiten weiter an ihrem schlechten Ruf. Wie die Repubblica berichtet, kaperten am vergangenen Wochenende hunderte SSC „Ultras“ einen regulären IC am Hauptbahnhof in Neapel, und zwangen die 300 „normalen“ Zugpassagiere mit Gewalt, den Zug zu verlassen. Während der anschließenden Fahrt in Richtung Rom wurde dann der Zug vollends demoliert, Ergebnis: 500.000€ Sachschaden. Als die Napoletani in der Stazione Termini ankamen, war die Partie gegen Roma schon in vollem Gange. Die italienische Polizei versuchte, die „Tifosi“ nicht in die Stadt zu lassen, was misslang. Mit (selbstgemachten) Böllern und anderem krawalligen Rambazamba prügelten sich Napoli unter dem Motto „Noi Napoletani facciamo il cazzo che vogliamo“ (z. dt. etwa „Wir Napoletaner machen was zur Hölle wir wollen“) den Weg in Richtung Stadion (bzw. in den Bus, der sie zum Stadion bringen sollte). Das ganze mag ja ein fulminanter Hooligan-Spaß gewesen sein, aber wenn das die Zukunft des „Ultra“ sein soll, dann gute Nacht. Mit dieser „Orgie der Gewalt“ haben die SSC „Ultras“ der italienischen Tifoseria in jedem Falle einen Bärendienst erwiesen, die entsprechende Reiseverbote für Anhänger aller Clubs sind schon so gut wie sicher. Die italienische Eisenbahn hat jetzt zudem angekündigt, künftig überhaupt keine Sonderzüge zu Fußballspielen anzubieten.

Die Umstände sind für deutsche Umstände auch wirklich unvorstellbar, nicht nur von „Ultra“-Seite. So weigerte sich der zuständige Kommandant in Neapel, seine Beamten den Befehl zu geben, den Hooltra-Zug zu stürmen. Das sei doch „unnötig“. Statt dessen schickten man den voll „besetzten“ Zug in Richtung Rom, mit den oben beschrieben Konsequenzen. Vor der Rückreise „rächte“ sich dann die unfähige italienische Polizei nochmal an den Napoli Ultras, wie das folgende Video zeigt (ab 4:19):

Rivalität hin oder her: Fußball ist kein Krieg, und das ist auch gut so. Und wer ihn zu einem gewalttätigen Konflikt zwischen kriminellen Banden und der Polizei verkommen lässt, wie Teile(?) der italienischen Ultra-Szene, darf sich nicht wundern, wenn der Staat irgendwann mit aller Macht zurückschlägt. Irgendwo hat auch unsere Solidarität ein Ende:
Naja. Freiheit für die Ultra? Sicher! Aber nicht für kriminelle Dullies, die es geil finden, Mitpassagiere zu verprügeln, Züge demolieren und sich gern auch mal als Hilfstruppen der Mafia betätigen, um ihre eigene „Härte“ zu demonstrieren.

*Photos u.a. beim Corriere della Sera

*Bei SpOn gibt es auch ein kurzes Video, aber ziemlich schlecht recherchiert. Wer nicht einmal den römischen vom napoletanischen Hauptbahnhof unterscheiden kann, sollte auch keine Krawall-Bilder betexten.

PS: Das Spiel ging übrigens 1:1 aus. Und das ganze drumherum war eigentlich alles nur wie jedes Jahr.

PPS: Die italienische Polizei behauptet nun, die Mafia sei „Drahtzieher der Fan-Randale“. Konkrete Belege bleibt sie aber schuldig.




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