Archiv für März 2009

döp döp döp…

Torhymne bei Borussia Mönchengladbach – Soll ja auch bei linken Berufsdemonstranten mittlerweile sehr beliebt sein…

[via Spreeblick, da gibt ist gerade Fußball-Hymnen Battle]

Hilfe! Unser Dorf ist eine rote Terroristen-Hochburg.

In der beschaulichen Leinemetropole herrscht zurzeit gepflegte Langeweile: Wo die „radikale Linke“ früher mit ihren Aktionen wöchentlich das Dorfpublikum in Atem hielt, da machen heute schlechte Menschen aus Göttinger Ämtern bundesweite Schlagzeilen, während sich eben jene Linke lieber auf dem von anderen erkämpften Mythos ausruht.1

Aufpassen mit die Fahrräders!

Das der Mythos als „rote Frontstadt“ (Ummo Pfingsten) aller Unkenrufe zum Trotz dennoch mehr als aktuell ist, beweist die Pressemitteilung der Brandbrief der wohl leicht wahnsinnigen „Russlanddeutschen Konservativen“. Die völkischen наркоманs wollen im Vorgarten Göttingens auflaufen und für ihre Vorstellung vom Endsieg Weltfrieden demonstrieren, im Weg steht ihnen dabei nach eigenen Angaben eine Allianz „aus etablierten Parteien“ und „auch die Organisation „Antifa“ und eine Gruppierung „Redical M““.

Die Kameraden und Kameradinnen von der anderen Seite der Oder/Neiße wissen auch zu berichten, wer oder was denn diese „Redical [M]“ genau darstellt. Tatsächlich sind die netten Antifanten von nebenan nämlich „Terroristen (…) die innerhalb von einigen Jahren Angst und Schrecken bei den Bewohnern der Stadt Göttingen verbreitet und die wie die Migrantenbanden aus den Vorstädten von Paris Autos anzünden und Schlachten mit der Polizei veranstalten.

Scheiße, was geht denn da ab?! Haben wir unorganisierten Muttersöhnchen etwa wieder die ganze Action verpasst? Da surfen wir diesmal besser rechtzeitig auf die Seite der lokalen Pop-Antifa und fix geschaut, wann genau der nächste Riot denn geplant ist… ;-)

  1. Na gut, auch dieser Tage muss der Glaser wohl mal am Ritterplan vorbeischauen. Rassisten haben es trotz Bewegungsflaute offenbar immer noch nicht leicht in Göttingen. [zurück]

Zimmer frei

In Hamburg sucht eine scheinbar ganz besonders entspannte linke Leninisten Stalinisten Kommune WG einen neuen „Mitwohni“:

Hallo – bitte alles genau Lesen, ich habe versucht alle aufkommenden Fragen mit dieser ausführlichen Beschreibung vorab zu regeln! Vor dem Fragen also BITTE LESEN!

Der Vormieter zahlte noch 333 Euro Inclusivmiete.

Miete nun reduziert, weil Ihr Euch für den nächsten Winter noch einen Ofen einbauen müstet (Anschluß vorhanden), der im Ausgleich für die eingesparten 30 € je Monat bei Auszug im Zimmer bleiben soll.

Alle 12 Monate erstatte ich 100 € Treuebonus an Euch, wenn Ihr länger bei mir wohnen bleiben wollt! Bei einem längeren Mietverhältnis ist der einzubauende Ofen also kostenneutral für Euch und Ihr spart tatsächlich jeden Monat 30 €!

Die Miete liese sich um 6 Euro reduzieren, aber dann müstet Ihr in einigen Monaten 2 mal in der Woche die Treppenhausreinigung ausführen und darüber Beweis führen. Um Streit darüber zu Vermeiden halte ich eine Kostenbeteiligung für sinnvoller.

Alle Nebenkosten AUCH STROM sind schon INKLUSIVE (Ausnahme: Gas zum Kochen und Duschen – ca 5-6 Euro – und ggf Internet da beides nicht auf meinen Namen läuft)

Mein Untermieter sollte entweder bereit sein bei Mietvertragsabschluß 900 € Kaution zu hinterlegen oder eine andersartige Sicherheit (beispielsweise Bürgen) zu stellen. (Ich habe leider zuviele negative Erfahrungen mit Mietnomaden gemacht)

Ich bevorzuge Interessenten, die ernsthaft an einem langjährigen Mietverhältnis Interesse haben!

Das Zimmer hat einen Schornsteinanschluss (keine Zentralheizung geplant).

Der folgende Abschnitt betrifft vernünftige Menschen, die nicht mit Strom heizen nich, ist aber nach einschlägiger Erfahrung nötig:

Es darf nur dann mit Strom beheizt werden, wenn Ihr 218 Euro Stromkaution je Heiz-Monat zusätzlich hinterlegen könnt, denn ein heizen mit Strom kostet 218 € bei Dauerheizung mit 2 KW. Solltet Ihr (mir unverständlicherweise) die Ofenheizung nicht nutzen wollen wäre der Einbau eines eigenen Zählers sinnvoll, damit Ihr einen Minderverbrauch am Monatsende zurückbekommt. Solltet Ihr mit Strom heizen wollen.

Bad, WC und Küchennutzung ist kostenfrei wenn Ihr Euch an die Sauberkeitsmaßstäbe des Hauptmieters halten könnt (Spülen gleich nach dem Essen!). Für das Nutzen von Elektrogeräten gelten die Maßstäbe einer Solidargemeinschaft, das heist, das bei einem Defekt alle zusammen legen um den Defekt zu beseitigen oder um ein neues Gerät anzuschaffen, wenn auch alle es nach Reperatur/Neuanschaffung benutzen öchten. Alle bei Einzug in der Wohnung befindlichen Geräte bleiben in der Wohnung bei Auszug! (Eigentlich selbstverständlich, aber da der Anzeigentext Bestandteil des Mietvertrags wird, ist es besser es ist klar geregelt, denn ich möchte keinen Streit)

Interessenten bitte ich mit mir über die folgende Mailadresse in Kontakt zu treten: […]@googlemail.com

Bitte macht in Eurer Mail Angaben über den Vorvermieter, warum Ihr da auszieht,
wie lange Ihr plant bei mir zu wohnen und wann Ihr zu einer Besichtigung (so gewünscht) kommen möchtet (konkreten Vorschlag, da ich das nur dann mit meiner derzeitigen Untermieterin absprechen kann.

Bitte schreibt auch ob Ihr ggf zu einer Abstandsszahlung für eine Waschmaschine (13-40 Euro je nachdem wie viele der 4 anderen Mitbewohner die Waschmaschine zukünftig nutzen wollen) bereit seid. Will der nachmieter die Waschmaschine auch nutzen bekommt Ihr diese Infestition von ihm zurück, wenn innerhalb Eurer Mietzeit keine Reperaturen oder Neuanschaffung nötig war)

Ihr könnt es auch über Skype (…) versuchen. Ich habe kein Telefon, aber Ihr könnt Euch auf Eure Kosten natürlich auch einen Anschluss legen lassen.

Abgesehen von Eurem Zimmer, das natürlich leer ist, gibt es in der Wohnung mehr Gegenstände als in einer Normalbürgerwohnung.

Adresse: […] gegenueber der Roten Flora (zentraler geht es nicht in der Schanze!) […]

Nun zu den Fragen die sicher aufkommen:

Ist Internet möglich?

Internet ist möglich für 10 Euro im Monat (Flatrate). Wenn ich nicht da bin könnt Ihr außerdem den PC an meinem Bett für 5 Euro im Monat benutzen. (nur ein Angebot!)

Wer bist Du? Was machst Du? Was ist Dein Lebensziel?

70000 km per Rad um die Welt – bislang…

Wenn in Hamburg bin ich fast immer mit Ebay beschäftigt, damit der derzeit noch volle Raum in der Wohnung auch irgendwann leer ist. Und Dachboden ist ja auch noch über Ebay zu verässern. (Auf dem Dachboden ist also kein Platz für Sachen von Euch – Fahrrad kann in den Keller – für Eure Sachen steht ansonsten NUR Euer Zimmer zur Verfügung!)

Nach meinem Tod soll alles von mir im Leben erwirtschaftete Geld testamentarisch an Trinkwasserprojekte in Afrika gehen. Das Testament liegt beim Amtsgericht. Kopie an der Wohnungstüre innen. Ich gebe ganz offen zu, das ich die Wohnung vor allem deswegen halte um selber möglichst geringe eigene feste Kosten zu haben. Die WG Mitglieder haben keinen Anspruch darauf, das die Miete exact aufgeteilt wird. Die von mir berechneten Mietpreise sind feststehend. Ich möchte nicht darüber streiten!

Zwischen 10 und 12 und zwischen 16 und 19 Uhr irgendwann gehe ich meistens zur Alimaus Essen um Geld zu sparen, damit ich mit meinem Testament möglichst viele Menschenleben retten kann. Lecker ist es zu dem auch noch…

Wie stellst Du Dir eine WG vor?

Eine WG stelle ich mir so vor das Mensch alles mögliche zusammen machen KANN aber nicht MUSS. Also jeder kann sich an evt gemeinsamen Unternehmungen nach Lust und Zeit beteiligen.

Eine offene Zimmertüre bedeutet „Komm rein ohne Anzuklopfen.“ Eine geschlossene „Bitte Anklopfen“ und „Nein“ oder keine Antwort heist das der „Insasse“ seine Ruhe haben möchte.

Schön wäre es wenn sich alle WG Mitglieder an Reinigungsarbeiten beteiligen. Wenn ich da bin sauge ich den Flur soweit das Kabel reicht. Den Eingangsbereich zu Eurem Zimmer macht Ihr mit, da sonst immer umgestöpselt werden muss :-)

Küche, Bad und WC wenigstens einmal die Woche putzen durch die Mitbewohner. Und klappt es nicht – egal dann mach ich es eben. Alles Easy – Hauptsache ich wohne nicht aleine!

Klobürste nach Bedarf benützen sollte selbstverständlich sein und wenn Mensch den Boden nass gemacht hat, macht er ihn auch wieder trocken… Spülen einmal am Tag. Wer nur eine Tasse, Teller, Besteck dreckig gemacht hat darf es durch den nächsten mit abwaschen lassen.

Gibt es einen Herd, Kühlschrank?

Gasherd, 4 Flammen + Backofen + 2 Grills

Es gibt 2 Kühlschränke von denen der 2. bei Bedarf zugeschaltet wird. Im Winter bietet sich ebenso der Balkon an bei dauerhaften Temperaturen unter 10 Grad.

Ab wann ist das Zimmer frei?

1.7.2009

Wohnst du auch da?

Das Zimmer ist in meiner Wohnung und wenn ich in Deutschland bin wohne ich natürlich auch da. In der Wohnung leben noch 3 weitere Mitbewohner.

Gibst es Abstellräme?

Nein, auch keinen Bodenraum, aber es gibt einen RADkeller!

Wo ist die Wohnung?

Die Wohnung ist […] gegenüber der Roten Flora.

Wie ist der Boden meines Zimmers?

Dielen oder Teppich.

Wie lange vermietest du?

Vermietung ist unbegrenzt. 3 Monate Kündigungsfrist beiderseits.

Quelle: Nur bei ernsthaften Interesse ;)

Italia bruttisima…

Für alle die, die des Italienischen ein wenig mächtig sind, sei die folgende Dokumentation der La Repubblica empfohlen, die sich mit dem faschistischen Comeback in Italien auseinandersetzt, u.a. behandelt der 5. Teil auch die politischen Verstrickungen der italienischen Ultra‘ von Lazio und Konsorten:

Hoffen wir, dass sich die Linke in Italien eines Tages wieder auf ihre antifaschistische Tradition besinnt und (jenseits von Palestina-Soli und Anti-Amerikanismus) endlich einmal praktisch gegen den wiedererstarkten Faschismus vorgeht:
Ora e Sempre Resistenza!

[Dank an Alkachim]

Spritz

Spritz con Aperol
Spritz (venezianisch Spriz, Spriss oder Sprisseto) ist ein Getränk, das in Venedig und im Veneto, im Friaul und in Südtirol sehr beliebt ist. Als Aperitif genossen wird der Spritz meist aus Weißwein aus dem Veneto (40%), Mineralwasser (30%) und einer Beigabe (correzione) von Campari („al bitter“), Select oder Aperol („all‘Aperol“) gemischt und auf Eis mit einer Zitronen- (bitter) oder Orangenscheibe (Aperol) und einer großen grünen Olive mit Kern serviert. Es herrscht ein deutlicher Trend zu wesentlich mehr farbgebenden Alkohol und lediglich einem Schuss Mineralwasser. Mancherorts wird der Spritz auch auf der Basis von Prosecco (70%), in diesem Falle ohne Mineral- wasser zubereitet. […]

Quelle:Wikipedia.

Was wäre uns erspart geblieben…

…hätt‘ die Maria abgetrieben:

Der religiöse Wahn auf Beinen traf sich um 14.00 Uhr in der Münsteraner Aegidii-Kirche zum besinnlichen Auftaktgottesdienst und zur Durchführung eines “schmerzhaften Rosenkranzes”. Doch mit der Besinnlichkeit war es spätestens um 14.30 Uhr vorbei, als partywütige Personen die bis dato reichlich zugeknöpfte Veranstaltung mit Konfetti, Kondomen und Aufklärungsflyern auflockerten.

Doch auch der lustigste Gottesdienst hat irgendwann ein Ende. Gegen 15.00 Uhr wurde sich vor der Kirche formiert, um die Kamerad_innen auf dem eigentlichen Auftaktort des Kreuzzuges, dem Domplatz, abzuholen. Die Christ_innenschar kam keinen Meter weit – eine Blockade durchkreuzte bereits hier ihren Zug. Ca. 100 Personen stellten sich den Fundamentalist_innen in den Weg – etwa die gleiche Anzahl stand um die vom Donner gerührten Kreuzträger_innen herum und informierten: “Eure Kinder werden so wie wir, eure Kinder werden alle queer!”.

Die Polizei war zwar inzwischen anwesend, aber völlig überfordert und musste zwei Stunden lang auf Verstärkung von ausserhalb warten. In der Zwischenzeit stimmten die homosexualitätsfeindlichen Kreuzanbeter_innen das ein oder andere “Ave Maria” an und schwadronierten in frauenfeindlichen Tönen wie: “Wenn eine Frau vergewaltigt wurde, dann hatte sie wahrscheinlich keinen richtigen Draht zu Gott.”

Mehr bei der Protestlern von der EAM, den besagten Kreuzrittern und natürlich (Fotos!) bei echo-münster.




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