Archiv für Mai 2009

Scheiss deutsche Kinder…

…hilfe:

Die „Deutsche Kinderhilfe“ wirkt eher wie eine konservative Vorfeldorganisation der CDU, denn wie ein gemeinnütziger Verein, dem es um das Wohl der Kinder geht. Leider wird sie in den Medien immer wieder als neutrale Rückendeckung für CDU-Positionen zitiert. So war es auch die Kinderhilfe, die dem pöbelnden JU-Vorsitzenden Philipp Mißfelder Schützenhilfe gab, als dieser Hartz IV-Empfänger pauschal als Alkohol- und Tabaksüchtige verhöhnte. So überrascht es auch nicht, dass die Kinderhilfe als einziger Verein von der Leyens Internetsperrphantasien begrüßt. […]

In den nächsten Wochen werden sicher Tausende die argumentativ inhaltsleere Unterschriftenliste der „Deutschen Kinderhilfe“ unterschreiben. Gegen Kinderpornographie ist jeder und da macht man auch gerne sein Kreuz an der richtigen Stelle. Hintergründe interessieren da wenig und auch weiterhin wird in den Medien die „Deutsche Kinderhilfe“ als neutrale Instanz zitiert werden. Dass sie eher eine PR-Agentur für konservatives Ideengut ist, die gegen die klassisch „sozial“ ausgerichteten Wohlfahrtsverbände positioniert wird, interessiert da wenig.

Mehr Hintergrundinfos zu der dubiosen Drückerkolonne über die angebliche Kinderhilfe hat Der Spiegelfechter zu bieten.

PS: Warum diese ganze „Kinderporno im Netz“-Zensurforderung eh nur histrionisch bis reaktionär ist (und den betroffenen Kindern kein bisschen weiterhilft!), haben c‘t und gulli ja schon vor einiger Zeit erläutert.

Berufsschläger unter Druck

Die Taz Nord berichtet über zwei aktuelle Fälle von Körperverletzung im Amt, also der geradezu normalen Polizeigewalt. Zwar ist wohl damit zu rechnen, das die betreffenden Cops spätestens in den nächsthöheren Gerichtsintanzen frei gesprochen werden, aber immerhin.

Junge Polizistin packt aus

Vor dem Pinneberger Amtsgericht sagt eine Polizistin gegen ihren prügelnden Kollegen aus. Der ältere Beamte hatte einen Jugendlichen geschlagen. Später drohte er: „Sag bloß nichts Falsches“.

http://www.taz.de/regional/nord/nord-aktuell/artikel/1/junge-polizistin-packt-aus/

Prügelpolizisten droht Ärger

In Hamburg wird jetzt gegen Polizisten ermittelt, die 2007 den 71-jährigen iranischen Schriftsteller Farydon Gilani geschlagen haben sollen.

http://www.taz.de/regional/nord/nord-aktuell/artikel/1/pruegelpolizisten-droht-aerger/

[Update zum Thema, dieses Mal ein Beispiel aus dem Süden Deutschlands – man beachte den feinen Gebrauch des Konjunktives]

Bundespolizei soll afrikanischen Studenten misshandelt haben

Im beschaulichen Heidelberg sorgt ein angeblicher brutaler Übergriff von Bundespolizisten auf einen Studenten aus Kamerun für Aufregung: Der Mathematiker soll dabei eine Gesichtsfraktur erlitten haben. Die Staatsanwaltschaft ermittelt – die beteiligten Beamten bestreiten die Vorwürfe.

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,627410,00.html

Unioner Jungz – Gö Mob

Die JU/JL/RCSD Unioner Jungz aus Göttingen suchten heute in der Innenstadt die Konfrontation mit der SED/PDS/Linkspartei/DGB/Antifa/Zecken dem berühmt berüchtigen linken Göttinger Mob. Dabei war der konservative schwarze Block doch überraschend schlecht aufgestellt. Man war von Anfang nicht einmal in der Lage, für Ordnung auf dem gewählten Ground (Platz der Synagoge) zu sorgen. Stattdessen war man angesichts der Unfähigkeit in den eigenen Reihen sowohl in akkustischer als auch personeller Hinsicht auf die Unterstützung der anderen Feldpostnummer angewiesen. Auch die mitgebrachten Zaunfahnen waren äußerst lieblos, und hätte auch von 3jährigen gemalt worden sein können. FJS hätte sich da, nicht nur aufgrund eines viel zu leisen, roten (!) Megafons im Grabe umgedreht!

Statt die Sache also ein für alle mal in Göttingen zu klären, blieben die Unioner Jungz in ihrer rechten Ecke. Ja man zog es sogar vor, sich im hämischen Beifall von „drüben“ zu baden. Schamlos wurde dabei von einigen auch noch die Politik ins Spiel gebracht: Mit den Namen (aller?) Mauertoten (!) versuchte die CDU-Partei wohl, bei diesem Match noch Sympathisanteni zu gewinnen. Doch ohne Erfolg, denn den Jungz wurde es dann schnell zu heiß und man zog sich in sein burschenschaftliches Reservat zurück. Somit ein ganz klarer Sieg für den Göttinger Mob , der sowohl in Casual Style wie auch auch im kleinen Schwarzen zu überzeugen wusste.

Team Green war zwar anwesend, aber wirkte angesichts des Durcheinanders auf dem Ground konfus und agierte nur sporadisch. Mitunter erwischte es dabei wohl beide Seiten, so dass auch die Unioner Jungz, trotz der langjährigen FanFreundschaft mit dem grünen Klub, nicht wirklich zufrieden seien konnten.

Klares Ding also: Unioner Jungz& Team Green vs Göttinger Mob 0:1.

[Edit: Der Bericht wurde uns natürlich aus erlebnisorientierten Kreisen zugespielt!]


Unioner Jungz und Team Green – Freundschaft am Ende?


Die Zaunfahnen: „Für uns den Hummer – So oder So. Liberal statt Asozial“ und „SED/PDS/Linkspartei – Alles Einerlei!“ und „Verantwortung statt Vergessen“. Außerdem war noch mehrmals „Freiheit statt Sozialismus“ und „Gegen Demokratie-Extremismus“ zu lesen. Alles in allem also ein bisschen konfuse Botschaften


Göttinger Jungz ziehen sich hinter Team Green zurück. Der Drops ist gelutscht.

@USP: ce ne fregiamo

Voller Erfurcht verneigen wir uns vor der gnadenlosen Kritik eines gelangweilten Internetjunkies humorbefreiten Schreiberlings aus der letzten Gazzetta d‘Ultrà:

Ohne Internet war Fußball früher einfach besser. Gerade auch bei uns auffem Dorf!

Travel in space and time!

Göttingen ist ja bekannt als verrückte Partymetropole, nun bahnt sich nach der 80er-Party das nächste Highlight aus der Ecke der 05-Fans an! Da wir als Spritzkidz diesem Event nicht ganz abgeneigt entgegenstehen, sei es hiermit allen Verkleidungswütigen und „Ewig-Gestrigen“ wärmsten empfohlen:

Und wem die Mega-Hits der 90er nicht mehr im Kopf klingen, dem sei der folgende Mix ans Herz gelegt:

Vorher findet natürlich noch das Antifee-Festival am Campus umsonst und draußen statt!

Gangsta Rap is‘ für die Kinder!

Natürlich gibt es in der großen, bunten Welt des Rap auch die anderen Beispiele. Lieder, in denen testosterontrunkene Pseudogangster reflexions- und talentfrei davon singen, wie sie Leute kaputthauen und ihre Frauen mit mal mehr, mal weniger Druck zum Sex nötigen. Dass es für Kinder irgendwie nicht gut sein kann, wenn sie so etwas regelmäßig hören, liegt auf der Hand. Vor allem, wenn stimmt, was Jugendarchivar Farin in München aus der Praxis erzählte: dass die Kernhörerschaft des deutschsprachigen Brachialraps mittlerweile aus Acht- bis Neunjährigen besteht.


Marc Felix Serrao in der Süddeutschen Zeitung über die Frage des Kinderschutzes in den Medien




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