Archiv für August 2009

„Messer sind faschistische Waffen“

…hat ein guter Bekannter einmal sehr richtig angemerkt. Eben eine solche Waffe hatte ein spanischer Nazi in der Hand, als er am 16.11.2007 in der Ubahn von Madrid den 16jährigen Antifaschisten Carlos Palomino mit einem Stich ins Herz ermordete. Die Tageszeitung „La Pais“ hat in der Zwischenzeit das Überwachungsvideo veröffentlicht, auf dem der kaltblütige Mord zu sehen ist. Wir sind immer noch fassungslos und wütend, aber Fire& Flames hat das Ganze schon einer Analyse unterzogen.

Mehr Infos zum Thema gibt es u.a. bei der Antifajugend Bochum.

„Alle Bullen sind Schweine“

Mit den Spielern auf der Außenbahn hätte er nicht tauschen wollen, berichtet Hans-Georg Felder. Der Sprecher des Oberligisten RB Leipzig musste beim ersten Saisonspiel bei Carl-Zeiss Jena II (1:1) miterleben, wie die Spieler des Leipziger Klubs am Sonntag von Jenaer Fans bespuckt und mit Bier begossen wurden. Nach dem Abpfiff flüchtete die Leipziger Mannschaft ungeduscht mit dem Bus unter Polizeischutz.

Tagesspiegel: RB-Leipzig-Mannschaft muss flüchten

Alle Bullen sind scheisse.

Die Leipziger Volkszeitung sieht bei Red Bull den Rasenballern „Zustände wie im ganz alten Rom“:

Das dünne 1:1 der Rasenballer in Jena – von skandalösen Begleitumstände brutal an den Rand gegrätscht! Nach dem Abpfiff ging es ungeduscht in den Bus, mit Blaulicht weg vom Ort der Schande. Kapitän Ingo Hertzsch zum Ausflug an die Kernberge: „Traurig. Ich frage mich, wer den Fußball kaputt macht. Wir, der böse Kommerzverein, oder diese Fans?“

PS: Und so sahen sie dann wohl aus, die „Krawalle“. =;

Arbeit nervt, die Ideologie erst recht!

Eine interesannte Dokumentation über das herrschende Schweinesystem lief letzten Monat im Ersten. Wer mal wieder eine Anregung braucht, warum dieser Laden mit Mehrwertproduktion und der Sozialpolitik 2.Ordnung scheiße ist, dem sei diese Doku ans Herz gelegt:

Auf das die Scheiße aufhört, Arbeit nervt!

via red stuff!

Lazio merda globale

Saluto romano
Die Achse Rom-Tokyo steht scheinbar noch…

[via altravita]

Allah ist groß, Allah ist mächtig…

…aber von Fußball hat er keine Ahnung?

Während im Dorf zur Zeit eine Kampagne von GT und Linkspartei hohe Wellen schlägt, die sich der Frage der Legitmität von Sexarbeit und Fußballsponsoring beschäftigt, schlagen erfahrenere Lobbygruppen im Sommerloch lieber ganz oben zu:

„Sehr geehrte Damen und Herren, als langjähriger Schalke-Fan bin ich erst jetzt auf den Missbrauch des gesegneten und heiligen Namens des Propheten Muhammad – der Friede sei mit ihm – im Vereinslied von Schalke 04 aufmerksam geworden. So gerne ich die Spiele von Schalke 04 auch besuche, haben meine Familie und ich sowie viele Freunde beschlossen, sowohl den Spielen von Schalke 04 fern zu bleiben als auch keinerlei Fan-Artikel mehr zu kaufen, bis jene Strophe aus dem Vereinslied gestrichen wird. Ich gehe nicht davon aus, dass das Lied auf Böswilligkeit gegenüber dem Islam und dem Muslimen beruht, denn sonst würde ich für immer dem Verein den Rücken kehren, sondern auf Unachtsamkeit. Prophet Muhammad ist für uns aber die höchste menschliche Heiligkeit, und sicherlich würden Sie auch nicht beispielsweise Jesus oder nur den Papst, der für Christen eine viel niedrigere Heiligkeit darstellt als Muhammad für Muslime, in solch einem Lied auf diese Weise erwähnen. Daher bitte ich Sie höflichst, schnellstmöglichst auch zu berücksichtigen, dass die Vielzahl muslimischer Anhänger des Vereins einen sensibleren Umgang mit diesem Thema notwendig macht. In der Hoffnung auf Ihr Verständnis usw…“

Achja, und an folgenden Zeilen stört sich der religiöse Wahn:

Mohammed war ein Prophet
Der vom Fußballspielen nichts versteht
Doch aus all der schönen Farbenpracht
Hat er sich das Blau und Weiße ausgedacht

Aber ist ja so oder so kein echtes Problem, Schalke hat nämlich zum Glück eine zweite Hymne in Petto:

Es bleiben natürlich Fragen. Darf sich Schalke von einem Schweinefleischhersteller sponsoren lassen? Ist die mitunter vulgäre Sprache in einem Fußballstadion überhaupt für gutegläubige geeignet oder sollte man als religiöser Spinner solch einen sündigen Ort (Alkohol!Halbstarke!Rentner!) nicht gleich generell meiden?

PS: Scheiß Sommerloch, die Story ist schon in Bild und taz.

Heute: Hasta la Gottinga siempre!

Viva Göttingen




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