Archiv der Kategorie 'Früher war alles besser...'

«ein Schnarchsackklub»

«Der Deutsche Fussball-Bund, der heute selbst alle drei Wochen irgendeine Anti-Rassismus-Aktion unterstützt, hat uns heftig angefeindet. Es hiess: ‹Lasst das mal doch sein, mit diesem ewigen «Gegen Nazis!», «Gegen Nazis!». Ihr bringt doch nur die Politik ins Stadion.› Im Berliner Olympiastadion gab es Fangruppen, die sich Zyklon B oder Endsieg nannten, und in fast allen Kurven der 1. Bundesliga hingen Reichskriegsflaggen. Damit hatte der DFB kein Problem. Wir waren die Ersten, die sich öffentlich und ganz massiv dagegen aufgelehnt haben, später dann zum Glück mit grosser Unterstützung von vielen anderen. Doch der Verband und andere Fans haben uns permanent vorgeworfen: Ihr bringt die Politik ins Stadion. Rassistische Gesänge, das hat ja dann keiner merken wollen, das ging in Ordnung. Erst als wir uns dagegen gewehrt haben, war das dann Politik.»

Sven Brux, Organisationsleiter des FC St.Pauli, Dirk von Slime und Volker „hör die Signale“ Ippig äußern sich in der äußerst lesenswerten WOZ Reportage „Kein Fussball den Faschisten!“ zur Geschichte des nun 100jährigen Kiezclubs.

EMPIRE ST. PAULI – von Perlenketten und Platzverweisen


deutsch // 85 Min // 20.04.2010

Im globalen Städte-Wettbewerb setzt sich Hamburg in Konkurrenz zu anderen Metropolen. Stadtentwicklung soll günstige Standortfaktoren für Unternehmen, Investoren und Touristik gewährleisten, die letzten Lücken in der so genannten „Perlenkette“ entlang des Elbufers werden imagebildend geschlossen.
Für den Film wurden über 50 Interviews geführt. Es wurde auf ExpertInnen von außen verzichtet. Verschiedenste St. PaulianerInnen kommen zu Wort: AnwohnerInnen, Angestellte, KünstlerInnen, Gastwirtinnen, Braumeister, Großinvestoren, SozialarbeiterInnen, Hoteliers, RechtsanwältInnen, der Bezirksamtsleiter und viele mehr. So bildet der Film jenseits von Rotlicht, Klein-kriminellen und Arme-Leute-Klischee ein vielfältiges Meinungsspektrum ab.
Die DVD ist auf der Website des Films zu bestellen.

weitere Infos: www.empire-stpauli.de

Warum die Krankenkasse an der Gewalt am 1.Mai schuld ist

Deutsche Bullen. Knallhart.
Dass sich deutsche Staatsbüttel gerne mal als Opfer inszenieren (Überstunden! Bezahlung! Linke Gewalt!) ist ja bekannt. Für die Lamentierprofis von GdP und rechter DPolG ist da der 1. Mai in Kreuzberg wie Weihnachten. Endlich gibt es das in Bildern, was die Gewerkschaften doch auch sonst als den Alltag der Beamten phantasieren: Renitente Demonstranten! Silvesterkracher Leuchtspurmunition! Flaschen- und Steinwürfe! Ab und zu sogar ein brennendes Auto! Dazu noch Jugendgewalt (!) von lokalen Migrantengangs! Als Höhepunkt vielleicht sogar ein oder zwei Mollis Brandbomben!

Was anlässlich jeder größeren linksradikale Demo in anderen europäischen Länder wie etwa Frankreich oder Italien wohl unter „weitgehend friedlich“ laufen würde, wird bei uns – Touristen hin oder her – alljährlich zum Untergang des Abendlandes aufgeblasen. Und die genannten Zahlen klingen tatsächlich beeindruckend: hunderte von (schwer)verletzten Beamten (über die verletzte Demonstranten spricht in Deutschland ja kaum eine Zeitung), oha. Wenn man aber mal nachhackt, dann steckt wenig dahinter, wie der konservative Tagesspiegel im Nachklapp zum 1. Mai 2009 feststellt:

Zwar wurden am 1. Mai 2009 nach offiziellen Angaben 479 Polizisten verletzt. Diese Zahl hatte nach den letzten Kreuzberger Krawallen in der Öffentlichkeit einiges Aufsehen erregt. Tatsächlich sahen davon aber nur 19 Polizisten ein Krankenhaus von innen, stationär aufgenommen wurde kein einziger. 27 Beamte traten vom Dienst ab.

In einem internen Bericht der Polizei sind die Verletzungen detailliert aufgeführt. Demnach haben sich zwei Beamte einen Finger, einer einen Mittelhandknochen und einer einen Zeh gebrochen. Zwei hatten Knalltraumata durch Böller, einer einen ausgekugelten Arm, einer einen Bänderriss. Ein Beamter hatte Glassplitter im Auge, „die ohne Folgeschäden für das Augenlicht entfernt“ wurden, wie es in dem Bericht heißt. Ein Beamter wurde von seinem eigenen Polizeihund in die Wade gebissen. Am häufigsten wurden „Prellungen“ gemeldet, und zwar 405. Wie viele Prellungen tatsächlich existierten oder ob sie nur der rechtlichen Absicherung dienten, ist unklar. Denn Bereitschaftspolizisten sind gehalten, Treffer durch Steine oder Flaschen zu melden, damit es später keine Probleme gibt, falls doch Folgeschäden auftreten. Das Gleiche gilt für 50 gemeldete „Reizungen“ der Augen oder Atemwege durch Rauch.

Dass viele Verletzungen offensichtlich nur auf dem Papier existierten, zeigen die vielen „Nachmeldungen“. Denn nach dem letzten 1. Mai 2009 wurden die Verletztenzahlen zweimal nach oben korrigiert. Am 2. Mai 2009 hatte Innensenator Ehrhart Körting 273 verletzte Polizisten vermeldet. Am 4. Mai war diese Zahl auf 440 korrigiert worden, am 5. Mai auf 479. Laut Statistik kamen 170 der 479 verletzten Polizisten nicht aus Berlin. Schon nach den Krawallen beim G-8-Gipfel in Heiligendamm hatte die linke Szene den Behörden vorgeworfen, mit hohen Verletztenzahlen Vorurteile in der Bevölkerung schüren zu wollen.

So kommen also die verletzten Polizisten in Berlin und die Statistik über „linksextreme Gewalt“ zusammen: Die Berufsschläger schlucken ihr eigenes Tränengas, verletzen sich im Übereifer selbst beim Prügeln an Finger und Arm, und sicherheitshalber wird aus dem Rempler eines Kollegen gleich noch eine „Prellung“… alles für ein paar Tage Krankengeld? Die deutsche Polizei ist halt auch nur das was sie mal war.

[thanks @alltäglicher schwachsinn]

PS: Anlässlich der aktuellen Göttinger Querelen um den Rauswurf einer Mitarbeiterin der Göttinger Ausländerbehörde aus dem Café Kabale möchten wir nur kurz zum wiederholten Male auf die sehenswerte Doku „Die Abschieber“ hinweisen. Mit Menschen die diesen Job als staatlich bezahlte Schreibtischtäter und Menschjäger machen, möchte man wahrlich nicht zusammen frühstücken.

You‘ll never walk alone

…mal wörtlich genommen! Großartige Tifosi… grazie aaltravita.

Heavy traffic…


Auf unserm Blog hat sich in den vergangenen Wochen doch so einiges an Traffic gestaut. Diverse ominöse Atzen aus dem Dorf drängeln auch schon… also gut: Ab heute ist auch auf dieser Seite wieder freie Fahrt! Ganz so wie bei den tapferen Kameraden… eh… Genossinnen auf der Straßenkreuzung in Nord Korea. Auf ein Neues!

Support!

We want to support David Hasselhoff in his efforts to sing at the Celebration of the 20th anual of the fall of the Berlin Wall at the Brandenburger Tor.

He sang „I‘ve been looking for freedom“ 20 years ago at the Brandenburger Tor and tenthousands cheered for him from both sides of the wall. So we think it’s justified, that the organizers of the festivities give him the opportunity to perform again at the 20th annual.

To help reaching this goal a online petition has been started.

You can support David Hasselhoff by signing and forwarding the petition!

Quelle

Ja, tatsächlich – sein Auftritt bleibt unvergesslich. Hier nochmal eine kleine Zusammenfassung, zur Anwechslung heute auf französisch:




Stoppt die Vorratsdatenspeicherung! Jetzt klicken & handeln!Willst du auch bei der Aktion teilnehmen? Hier findest du alle relevanten Infos und Materialien: